Jugendwanderfahrt 2022 auf der Gudenå

by Finja (Teamleiterin Jugend)

Die ERC-Jugend ist wieder von ihrer Wanderfahrt zurück und bereit ihre Erlebnisse mit euch zu teilen. Vom 5.8.2022 bis zum 12.2.2022 waren die Jugendlichen in Dänemark auf der Gudenå und den dazugehörigen Seen unterwegs. In insgesamt vier Vierern wurde die 150 km lange Strecke von Skanderborg bis Udbyhøj bewältigt. Die Nachquartiere bildeten auf dieser Tour die örtlichen Rudervereine, sowie Camping- und Biwakplätze. Das Angeln gestaltete sich auf dieser Tour etwas schwieriger als auf der Peene, aber es wurde trotzdem niemals aufgegeben. Wie viele Hotdogs verspeist wurden, haben wir nicht gezählt, dafür wurde aber das leckerste (oder teuerste) Softeis Dänemarks probiert.

Auf der Tour dabei waren Annika, Arved, Axel, Clemens, Finja, Florian, Franca, Frederik, Jasper, Jolina, Jonas, Julian, Kjell, Lene, Liv, Lykka, Martje, Mathis, Melina, Mika, Niclas, Sarah und Vicky.

Die Erlebnisse unserer Wanderfahrt haben die Jugendlichen in Gruppen selbst verfasst.

Viel Spaß beim Lesen!

PS: Weitere Eindrücke findet ihr auf Instagram oder im Video.

Fr. 05.08.2022

von Annika, Arved und Axel

Den Start unser diesjährigen Wanderfahrt in Dänemark auf der Gudenå bildete mal wieder ein viel zu frühes Aufstehen. Treffpunkt war 5:50 Uhr in der Bahnhofsunterführung. Also versammelte sich unser Trüppchen von 18 Menschlein am frühen Morgen im Elmshorner Bahnhofstunnel. Nicht dabei waren Flo, Vicky und Mathis, die den Bootstransport fahren sollten, sowie Mika und Julian, die erst an Tag 2 und 3 zu uns stießen. Alle pünktlich, stiegen wir um kurz nach 6 in die Regio nach Neumünster und dort in die nach Schleswig. Da wir das Glück hatten, tatsächlich alle Sitzplätze zu bekommen, wurde noch mal der ein oder andere Powernap eingelegt, um das frühe Aufstehen ein wenig auszugleichen. In Schleswig angekommen wurden aus 50 Minuten Wartezeit erst 60, dann 80 und letztlich 100 Minuten. Der Zug verspätete sich ein „wenig“. Grund waren Tiere auf den Schienen. Endlich fuhr der IC nach Kolding ein und wir konnten unsere Reise fortsetzen, jedoch nicht ganz so bequem, wie wir es eigentlich wollten. Auf Grund der Verspätung war der Zug ziemlich voll, noch dazu kam, dass die Wagenreihung verwirrend und im Zug leider auch nicht zu erkennen war. Wir haben unsere reservierten Sitzplätze also leider nicht wahrnehmen können, stattdessen wurde vor den Türen im Gang gesessen. Die Perso Kontrolle an der Grenze verlief eher ereignislos und so stiegen wir entspannt in Kolding aus und dann ein in die Regio nach Skanderborg, dem Ziel unserer Anreise. Auch auf dieser Fahrt wurde wieder ordentlich gepowernapt und ganz wichtig: gegessen. In Skanderborg mussten wir dann ganze 8 Minuten Gewaltmarsch hinter uns bringen und waren 2 Minuten nach dem Bootstransport am Skanderborg Roklub.

Daraufhin folgte das Übliche: Hänger aufs Gelände schieben, eine kleine Tour durch das Clubhaus, Gepäck ausladen, Boote riggern, Zelte aufbauen. Jonas bekam kurzerhand Asyl bei Mathis und Co., da seine Zeltkameraden beide noch nicht da waren. Nachdem auch das letzte bisschen an Gepäck endlich in die Zelte geräumt wurde, stand Freizeit auf dem Programm. Und so waren Jasper, Niclas, Clemens und Vicky mit Jaspers Angel unterwegs und versuchten an anderen Stellen des Skanderborg Sø ihr Glück (an dem Steg beim Ruderclub hieß es Angeln verboten). Flo, Martje, Axel, Jonas, Kjell und Arved machten sich auf in die Stadt und erkundeten ein wenig die Gegend (wobei das Essen nicht zu kurz kam). Alle anderen blieben zurück und machten es sich auf dem Steg gemütlich. Als Mathis und Liv den Anfang beim Baden machten, folgten auch Lene und Franca bald. Dem Rest war das Wasser bzw. eher die Luft drum herum dann doch zu kalt und so wurden dann bei den meisten doch nur die Füße erfrischt. Der frühe Abend wurde sich vertrieben mit Kartenspielen und für Flo, Sarah, Frederik, Franca und Jasper ging es mit De Lööw schon mal eine kleine Runde aufs Wasser.

Währenddessen wurden schon die ersten Dosenravioli geöffnet und natürlich kalt gegessen, vorher musste jedoch erst noch ein Dosenöffner gekauft werden, denn den hatte die Kochgruppe vergessen. Als auch die letzten von ihren Erkundungstouren wieder da waren, wurde von den einzelnen Kochgruppe in der Küche das Abendbrot gekocht und anschließend gemeinsam gegessen. Obwohl alle Zelte so fleißig aufgebaut worden waren, wurde beschlossen, dass die, die wollten, doch drinnen schlafen konnten, um nicht frieren zu müssen. Das hat die halbe Gruppe auch gemacht, der Rest war hart in Nehmen und verbrachte die Nacht trotzdem im Zelt. Den Abend ließen wir ausklingen mit Poker, Haare flechten und einer ersten Obleutebesprechung für den nächsten Tag.

Sa. 06.08.2022

von Clemens, Franca und Frederik

Der 6.8. war für uns der erste und mit 35km auch der längste Rudertag. Nach einem gemeinsamen Frühstück und dem Verstauen des Gepäcks, starteten wir um 11 Uhr am Skanderborg Roklub unsere Fahrt zum Alling Vest Naturcamping in Ry. Nach wenigen Kilometern verließen wir den Skanderborg Sø und kamen auf einen schmalen Fluss. Dieser war anscheinend nicht für Ruderboote ausgelegt, die meiste Zeit bewegten wir uns paddelnd fort. Die Mannschaft von De Lööw hatte mit Mathis und Clemens das Glück zwei motivierter Schwimmer an Bord zu haben, die das Boot zwischenzeitlich durch die mit Entengrütze bedeckte Wasserlandschaft schoben.

Bevor wir den nächsten See überqueren konnten, mussten wir die Boote über eine Landstraße umsetzen. Danach hatten wir uns erstmal eine ordentliche Pause verdient. Der Mossø erwartete uns mit starkem Wellengang und Schaumkronen, so dass keine Mannschaft trocken davon kam. Nach 1,5 Stunden und 10 km war der See geschafft und sogar De Lööw war nicht untergangen, sondern am Ende die Manschaft, die am wenigsten nass geworden war. Damit hatten wir auch endlich die Gudenå erreicht.

Die restliche Strecke des Tages war deutlich entspannter und nachdem wir noch einmal die Boote an einer Fischtreppe umtragen mussten, ging es im üblichen Wanderfahrtsmodus weiter. Am Naturcampingplatz angekommen, mussten wir feststellen, dass es kein fließendes Wasser und nur Plumsklos gab. Dazu glich der Weg zum Auto, um unser Gepäck zu holen, einer Höhenwanderung. Davon ließen wir uns die gute Laune nicht verderben und freuten uns auf das gemeinsame Kochen in den Kochgruppen. Später stieß Mika, der einen Tag später anreiste, zur Gruppe dazu und wir machten uns einen gemütlichen Abend, der mit chillen, schlafen oder angeln verbracht wurde. Dabei entschieden einige Jungs nochmal mit De Lööw drei Meter auf den Fluss rauszufahren, da dort sicherlich die größten Fische zu fangen waren. Angebissen hatte jedoch keiner. So ging der Abend ohne einen erhofften Fischfang zu Ende.

So. 07.08.2022

von Jasper, Jolina und Jonas

Da wir alle ziemlich erschöpft von der Überquerung des Mossøs waren, begann unser Tag erst relativ spät und ohne feste Aufstehzeit. Während die meisten noch damit beschäftigt waren aus dem Reich der Träume zurückzukehren, waren Tick, Trick und Track (Clemens, Jasper, Niclas) schon wieder fleißig am Angeln, leider mal wieder ohne Erfolg. Gegen halb 10 waren dann endlich alle wach genug, um zu frühstücken. Nur unser Dornröschen (Kjell) hat noch auf seinen Traumprinzen gewartet. Nachdem wir fertig mit dem Essen waren, hat sich Prinz Phillip (aka Jasper) auf den weiten Weg zum grünen Schloss gemacht, um das Prinzess’chen aus dem hundertjährigen Schlaf zu küssen. Als das erledigt war, haben wir unser Geschirr in der Gudenå abgespült und unsere Zähne in der Botanik geputzt. Aus unerklärlichen Gründen saß Mathis plötzlich wie ein Koala im Baum und hat versucht von einem semistabilen Ast eine Pose von vorangegangenen unglücklichen Anglern zu retten. Diese Rettungsaktion war allerdings nicht erfolgreich, dafür hat Mathis es wieder heil auf den Boden zurück geschafft.

Im Anschluss wurden die Zelte abgebaut und aufgeräumt. Dann hat Finja uns mental auf die kommende Etappe von ganzen 16km vorbereitet und die Bootsverteilung verlesen. Die Stille kurz nachdem alles vorgelesen wurde war mal wieder ein Traum. Nach der Lagebesprechung hat dann der nervigste und anstrengendste Part des Tages angefangen, denn das Gepäck musste vom Zeltplatz bis zum weit entfernten Auto getragen werden. Das war quasi eine halbe Weltreise und mit den schweren Kochkisten ein harter Weg, Irgendwann hatten dann das gesamte Gepäck den Bus erreicht, die letzten Sachen wurden zusammen gesucht und einige haben es nochmal gewagt die zauberhaft riechenden Plumpsklos zu besuchen. Schließlich haben wir die Boote zu Wasser gelassen und uns auf den Weg in Richtung Silkeborg gemacht. Dieser Weg führte uns über die Gudenå und verschiedene Seen. Während der Rosvig eher unspektakulär und klein war, haben wir den Julsø zügiger und ohne Pause überquert, da dort eine mittelhohe Welle stand und einige Schaumkronen zu sehen waren. Nach diesem See folgten noch der Borre Sø und der Brassø, welche jedoch nicht so spannend waren, da das Wasser dort relativ ruhig war.

Interessant waren jedoch die riesigen Häuser der Millionäre Dänemarks und die falsch fahrenden Hobbykapitäne. Nachdem wir den letzten See hinter uns hatten, haben wir auf der Gudenå den größten Motorbootverein in ganz Dänemark passiert und sind schließlich am Ruderclub in Silkeborg angekommen. Dort konnten wir die Boote in der Bootshalle verstauen, welche danach randvoll war. Anschließend konnten wir uns im Clubraum des Vereins aufwärmen. Während die einen sich akklimatisiert haben, sind die anderen losgezogen, um das beste Softeis Dänemarks zu testen. Fazit: Lecker, aber mit ca. 7,50€ pro Eis wohl auch das teuerste Dänemarks.

Danach haben wir im Ruderclub gechillt und es wurde Spikeball gespielt. Später haben wir mit dem Kochen begonnen. Es gab unteranderem Reispfanne, Burger (auch ohne Brötchen), Pfannkuchen und Hotdogs. Als alle fertig mit Speis und Trank waren, wurde die Musik aufgedreht, mitgesungen und innerlich dazu getanzt. Einigen wurde es irgendwann jedoch zu laut und eine kleine Gruppe hat einen Abendspaziergang durch Silkeborg zu ein paar Springbrunnen gemacht. Wir haben festgestellt: Silkeborg ist nh Bonzenstadt. Zurück am Verein haben dann die einen gemütlich auf dem Balkon gesessen, während drinnen Never have I ever gespielt wurde. Später stieß nun auch Julian zur Gruppe dazu und nun waren wir komplett. Gegen halb 12 war dann Nachtruhe und die Jungs machten es sich in den Gästezimmern des Vereins bequem, während die Mädels auf ihren Luftmatratzen im Clubraum nächtigten.

Mo. 08.08.2022

von Julian, Kjell und Lene

Nachdem wir am Morgen im gemütlichen Ruderclub Silkeborg aufwachten, frühstückten wir, packten routiniert unser Gepäck zusammen und bereiteten uns und die Boote für die Fahrt vor. Wie so oft auf Wanderfahrt ließen wir uns an diesem Morgen nicht stressen, weshalb wir erst gegen Mittag los ruderten. Direkt am Anfang lag eine ziemlich enge Schleuse vor uns. Viele Passant*innen stoppten und schauten interessiert zu, wie ein Boot nach dem anderen die Schleuse ohne Schäden passierte! Danach ruderten wir entspannt auf der Gudenå, welche uns für 2-3 Kilometer durch Stadtteile von Silkeborg führte. Da dieser Montag ein heißer Tag war, durfte eine abkühlende Wasserschlacht nicht fehlen! Nachdem wir die städtische Umgebung hinter uns ließen, führte die Gudenå uns durch eine wunderschöne, idyllische Landschaft. Der Fluss wurde schmaler und um einiges kurviger. Zusätzlich sorgten die vielen Algen und Seerosen für eine schmale Fahrrinne, was zu einer stärker werdenden Strömung führte. Diese Umstände machten das Steuern in diesem Abschnitt zu einer echten Herausforderung. Durch die starke Strömung flogen wir sozusagen auf der Gudenå flussabwärts entlang. Wie gewohnt wurde die Fahrt von unserer Wanderfahrtsmusik begleitet.

Als wir schließlich 19 Kilometer hinter uns gelegt hatten, kamen wir an unserem Tagesziel Søhøjilandets Camping in Truust an. Da wir an dem Tag eine kurze Stecke vor uns hatten, kamen wir relativ früh an. Zu unserem Glück hatte der Landdienst die Zelte zu unserer Ankunft bereits aufgebaut. Nachdem Anlegen und Abstellen der Boote, kühlten sich einige von uns im Fluss ab, stellten sich geduldig mit einer Angel auf den Steg oder spielten mindestens genau so geduldig Wikingerschach. Anschließend spielten wir barfuß und sehr leidenschaftlich noch eine Runde Fußball. Der Campingplatz hat uns wegen des tollen Freizeitbereichs mit einem großen Hüpfkissen, Trampolinen, Fußballfeldern und Hängematten besonders gut gefallen! Hungrig vom Fußballspiel kochten wir schließlich in unseren Kochgruppen. In dieser Nacht entschieden sich einige dazu, nicht wie gewohnt in den Zelten, sondern auf dem Fußballfeld unter dem Sternenhimmel, zu schlafen. Trotz Mückenstichen und Nieselregen war es eine tolle Erfahrung!

Di. 09.08.2022

von Liv, Lykka und Martje

Der Morgen begann etwas früher als die letzten Tage bereits um kurz vor 8. Franca, Lene, Vicky, Arved, Clemens und Niclas haben draußen auf dem Fußballplatz geschlafen. Wir wurden mit dem leichten Schütteln der Zeltwand und einem freundlichen „Aufstehen!“ geweckt. Axel und Flo sind nach Silkeborg gefahren, um Brötchen zu kaufen. Die Zelte wurden noch vor dem Frühstück eingepackt. Jasper, Niclas und Clemens haben sich wieder am Angeln versucht. Ob’s diesmal erfolgreich war? … jaaaa! Der erste Fisch hing noch vor dem Frühstück am Haken! Stolz präsentierten Jasper, Clemens und Niclas ihren ca. 20 cm großen Barsch. Der Fisch wurde direkt ausgenommen, entschuppt und anschließend in der Pfanne gebraten und probiert.

Gegen 13 Uhr haben wir es denn auch Mal geschafft abzulegen. Heute standen 27 km auf dem Programm. Auf der Etappe von Søhøjilandets Camping zum Bamsebo Campingplatz überquerten wir den Tange Sø mit einem großen Aufkommen von Schwänen und zudem vielen Wasserpflanzen. Wasserpflanzen bremsen übrigens…

Nach 15 km mussten wir die Boote an einem Wasserkraftwerk umtragen. Mit den Bootswagen konnten wir die Boote bequem zwischen den steilen Rampen kutschieren. Nachdem wir die Boote wieder zu Wasser gelassen hatten gab es noch eine kleine Pause. Auf der sich schmal durch die Landschaft schlängelnden Gudenå wurden die letzten 12 km zügig hinter sich gebracht, sodass wir gegen 18 Uhr am Bamsebo Campingplatz angekommen sind. Die Zelte wurden direkt aufgebaut und trotz dem immer größer werdenden Hunger wurde noch eine mehr oder weniger erfolgreiche Partie Volleyball gespielt. Anschließend wurden dann Hotdogs, Burger, Pizza und eine Hähnchen-Gemüsepfanne in den Kochgruppen zubereitet und genossen. Da alle müde vom Singen, der Sonne und Rudern waren, verschwanden alle gegen 23 Uhr in ihren Schlafsäcken, wahlweise im Zelt oder auf dem Rutschenturm des Spielplatzes.

Mi. 10.08.2022

von Mathis und Melina

Morgens sind wir um 7:45 Uhr auf dem Bamsebo Campingplatz von der bekannten Musik geweckt worden. Nach dem Aufstehen, Zelte abbauen und soweit alles zusammen packen, gab es Frühstück für uns. Nach dem Frühstück haben wir die Boote klargemacht, um unseren 27 km langen Weg zum Roklub Randers anzutreten und sind zu unserem Erstaunen einmal rechtzeitig losgekommen. Der Verlauf der Gudenå ging so kurvig weiter, wie am Vortag.

Nach rund 19 km wurde eine Pause auf einem Rastplatz eingelegt, wo wir unsere Brote gegessen haben, anderen beim Angeln zu geschaut haben und einige auch baden gegangen sind. Als wir alle wieder ruderbereit waren, haben wir uns an die letzten Kilometer zu unserem Ziel, dem Roklub Randers, gemacht. Gegen Ende der Etappe kamen wir in Richtung Fjord, der zur Ostsee führt.

Am Ruderclub angekommen, sind Flo, Clemens und Niclas losgefahren, um den Bootsanhänger aus Skanderborg abzuholen und zu unserem letzten Stopp in Udbyhøj zu bringen. In der Zwischenzeit haben andere die Chance genutzt und die Stadt erkundet. Zum Ende des Tages haben die Kochgruppen fleißig in der Küche des Ruderclubs mit vielen Karaokeeinlagen ihr Abendessen zubereitet, um sich nach dem anstrengenden und warmen Tag wieder zu stärken. Danach haben wir im Gemeinschaftsraum des Ruderclubs unser Lager aufgeschlagen und sind allmählich schlafen gegangen.

Do. 11.08.2022

von Mika und Niclas

Heute sind wir nach dem Frühstück von Randers nach Udbyhøj gerudert. Auf dem Weg sind wir mehreren Baggerschiffen begegnet, die eine sehr interessante Fahrweise zeigten, sodass wir mehrfach abbremsen mussten, um nicht mit denen zu kollidieren. Kurz danach haben wir die Gudenå verlassen und sind auf dem Randersfjord weitergerudert und mussten dort mal wieder vor einigen Hobbykapitänen flüchten, die die Schiffahrtsregeln nicht so ganz beachten wollten. Auf dem Randersfjord haben wir während einer unserer Pausen mehrere Schweinswale beim Jagen beobachten können. Nachdem wir Pause gemacht haben ging es weiter zum Campingplatz in Udbyhøj und damit dem Ziel unserer Wanderfahrt.

Um die Boote an Land zu bringen mussten wir allerdings ins Wasser und Krebsen und Feuersquallen ausweichen, weil er Steg nicht so ganz ruderboottauglich war. Direkt im Anschluss wurden die Boote geriggert und auf den Anhänger verladen. Das Hängerbeladen war mal wieder ein ganz großes Kino, denn irgendwie wollte das mit der Stützlast nicht so richtig klappen. Nachdem alle Boote mal mit dem Heck und mal mit dem Bug zur Deichsel lagen, gaben wir auf und beschlossen, dass dies die beste aller Möglichkeiten sein würde. Zum Verschnaufen ging es anschließend erstmal zum Strand, wo wir uns im Wasser abkühlen konnten. Nebenbei wurden auch noch fleißig Krabben und Krebse gefangen. Abends haben wir alle gemeinsam den Abend mit einer großen Pizzaparty und einer Menge Snacks ausklingen lassen. Nach dem Essen haben wir alle Taschen gepackt, da wir am nächsten Morgen früh aufstehen mussten. Anschließend wurde noch eine Angelsession im Mondlicht eingelegt, allerdings wieder ohne Erfolg. Da es an dem Abend sehr warm und gar nicht bewölkt war und wir die Zelte so schon einpacken konnten, schlief der Großteil der Gruppe unter freiem Himmel.

Fr. 12.08.2022

von Sarah und Vicky

Nach einer letzten Nacht in Udbyhøj, die schon um 5 Uhr endete, starteten wir in den letzten Tag unserer Wanderfahrt. Zelte mussten zum Glück nicht zusammengebaut werden, da fast alle unter freiem Himmel geschlafen hatten. Nachdem alle Lumas und Schlafsäcke eingepackt waren, gab es Frühstück, für welches uns der Campingplatz trotz der frühen Uhrzeit Brötchen aufgebacken hatte. Um kurz nach 6 ging es los zur Bushaltestelle, an der wir noch kurz auf den Bus warten mussten. Nach einer Stunde Fahrt kamen wir in Randers an, wo wir noch ein kleines Stück zum Bahnhof laufen mussten. Auf dem Weg lag ein Lidl und ganz nach deutscher Manier standen wir mit Einkaufswagen bewaffnet drei Minuten vor Ladenöffnung vor der Tür. Nachdem alle mit Essen und Trinken ausgestattet waren, ging es weiter zum Bahnhof. Die verbleibende Wartezeit von 1,5 Stunden wurde mit Sightseeing in Randers oder auf dem Bahnhof verbracht. Anschließend ging es mit dem Zug nach Fredericia und von dort weiter nach Flensburg.

Auf dem Weg nach Flensburg meldeten sich die Bootstransporterfahrer (Finja, Martje und Annika) 50 km von der deutschen Grenze entfernt mit der Nachricht: Panne; die Kupplung tut nicht mehr das was sie soll. Ab hier war klar „Ich glaub wir haben nen Hänger“ ist das Motto der Tour. Daraufhin wurde erstmal ein bisschen rumtelefoniert und dem VW Notdienst alle wichtigen Informationen weitergegeben, wobei sich die Beschreibung des aktuellen Standortes als äußerst schwierig gestaltete. Da sich die Truppe noch in Dänemark befand, wurde eine Wartezeit von mindestens zwei Stunden vorausgesagt (SPOILER: am Ende waren es dreieinhalb), bis Hilfe kommen würde. Währenddessen hatte Flo in Flensburg die zugreisende Gruppe verlassen und einen Leihwagen spontan bei einer Autovermietung ergattern können, mit welchem er zur Truppe „mit dem Hänger“ in Dänemark gefahren ist und zehn Minuten vor dem Abschleppdienst erreichte. Hier wurde nun das kaputte Auto entladen und das neue beladen. Flo fuhr anschließend mit dem sehr netten Abschleppdienst und dem kaputten Auto nach Hadersleben zur VW Werkstatt, während der Hängertrupp nach fast vier Stunden Sideroad-Camping seine Fahrt nach Elmshorn fortsetzen konnte.

In der Zwischenzeit waren die Zugreisenden ebenfalls nur schleppend voran gekommen und hatten auf dem letzten Stück Flensburg-Elmshorn auch den einen oder anderen „Hänger“ in Form von einem Polizeieinsatz, weil sich Türen nicht mehr öffnen ließen und Menschen im Zug eingeschlossen waren. Als abends endlich alle in Elmshorn waren wurde noch das Gepäck im ERC eingesammelt und ein Elterntrupp machte sich netterweise noch auf den Weg, um den ,aus Flensburg ausgeliehenen, Leihwagen wieder zurückzubringen. Somit endete eine schöne Wanderfahrt.