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Barkenwanderfahrt im Neustrelitzer Seengebiet vom 04.09. bis 11.09.2016

Barke

Seit vielen Jahren unternimmt eine Gruppe eine ca. einwöchige Ruderwanderfahrt mit einer Barke innerhalb Deutschland. In 2016 führte uns diese in das nördlich von Berlin gelegene Seengebiet von Mirow/Reinsberg/Strasen. Hierbei wurden nicht weniger als 26 Seen und 119 km rudermäßig überquert. Stellvertretend seien hier der Woterfizsee im Norden, der Große Zechliner See im Westen, der Grienericksee im Süden und der Menow See im Osten genannt. Traditionell wird im Rahmen dieser Barkenwanderfahrten folgendes durchgeführt: Vorbereitungstreffen und Nachlese mit ausführlicher Beköstigung, Aufgabenverteilung auf alle Teilnehmer, Mannschaftseinteilungen, Spruch des Tages, nach Möglichkeit Trinken eines “Schmutzigen Biers” d.h. nach dem Rudern vor dem Duschen, der Landdienst kauft für die Mittagsrast ein und deckt einen schönen Mittagstisch.

Am 04.09. startete die 16 köpfige Rudergruppe aus Elmshorn zur einen Hälfte per Zug und zur anderen Hälfte per Bus in Richtung Mirow. Die Busmannschaft holte die geliehene Barke “Nordlicht” (mit Elektropumpe) aus Uelzen ab, transportierte diese nach Mirow und übernahm dort auch das Slippen. Während der Ruderwoche stellte sich heraus, dass diese Barke doch sehr renovierungsbedürftig war, insbesondere müsste die Wasserdichtigkeit und die Abdeckung des Mittelganges komplett überholt werden. Außerdem liehen wir uns noch den tadellosen Klinker Doppelzweier vom RV Mirow, weil in der Barke nur Platz für 8 Ruderer und 2 bis 3 Steuerleute ist.

Als erstes übernachteten wir für zwei Nächte im Hotel Seepromenade in Mirow. Von hier aus ruderten wir am Montag, unserem ersten Rudertag, in Richtung Norden bis zum Woterfizsee, kehrten dort aber schnell wieder um da sich ein Gewitter mit Starkregen ankündigte und auf dem See starker Wellengang herrschte. Unsere Busmannschaft hatte inzwischen eingekauft und auf dem Campingplatz Zietlitz ein tolles Mittagspicknick vorbereitet. Auf dem Rückweg fielen dann doch nur ein paar Tropfen, sodass wir einen schönen ersten Rudertag erlebten. Abends speisten wir im empfehlenswerten Schloss Restaurant in Mirow.

Mittagspicknick

Am zweiten Rudertag ruderten wir bei schönsten Wetter über 7 verschiedenen Seen bis nach Kleinzerlang. Unterwegs passierten wir die Schleuse Diemitz (lange Warteschlange mit zweistündiger Wartezeit, verursacht durch die vielen Freizeit Skipper und Mittagspause der Schleusenwärter) und die Schleuse Canow. Die nächsten drei Nächte verbrachten wir im Landhotel Lindengarten. Dieses Hotel hat einen kleinen Hafen in dem wir unsere Boote über Nacht festmachen konnten. Nach dem Rudern tranken wir auf dieser Tour unser erstes “Schmutzige Bier” auf der Hotelterrasse. Hier trafen wir auf eine sechsköpfige Männerkanugruppe die seit 50 Jahren einmal im Jahr eine Kanutour unternehmen, toll! Nach dem Abendessen sitzen wir noch lange bis in die tiefe Dunkelheit im Hotelgarten unter dem Dach einer großen Sitztraufe direkt am Wolfsbrucher Schleusenkanal bei allerlei köstlichen Getränken.

Am dritten Rudertag ruderten wir durch die Schleuse Wolfsbruch bis in den Zechliner See. Hier verbrachten wir unsere Mittagspause an einem vom Landdienst abwechslungsreichen und lecker gedeckten Tisch auf dem Gelände des Ruder Verein Zechlin. Unterwegs begegnete uns der Lacher des Tages. Er kam in Gestalt von “Männecken Piss” in einem kleinen, mit fröhlichen jungen Leuten besetzten Sportboot daher. Der junge Mann stand stolz am Heck des Bootes, hielt sein bestes Stück in der Hand und ließ laufen…….laufen…….laufen. Ob echt oder nicht bleibt der Phantasie überlassen. Die Boote übernachteten in der Marina Wolfsbruch. Auch wenn die Stege hier sehr hoch sind gelang das Aus- und Einsteigen ohne Zwischenfälle. Nach dem “Schmutzigen Bier” und dem Abendessen ging es dann wieder zu unserer Sitzraufe, wo wir einen schönen Rudertag unter einem herrlich klaren Sternenhimmel mit lustigen Gesprächen ausklingen ließen.

Am vierten Rudertag ging es wieder über diverse Seen bis nach Rheinsberg, mit dem schönen restaurierten Schloss. Im dortigen Ruder Club verbrachten wir unsere Mittagspause mit Picknick einschließlich Baden im Grienerick See. Auf dem Rückweg genossen wir in der zünftigen Strandgaststätte “Zum Achter” Eisbecher bzw. Eiskaffees. Und auch die Durchfahrt durch die Schleuse Wolfsbruch ging relativ zügig vonstatten. Den Abend verbrachten wir ähnlich wie am Vortag. Unsere köstlichen Getränke sind weitestgehend vernichtet.

Am fünften Rudertag wurden wir frühmorgens gegen 05.30 Uhr von einem krähenden Hahn geweckt. Somit hatten wir genug Zeit zum Koffer packen und einem ausgiebigen Frühstück. Als Tagesziel lag das Landhotel Zum Löwen vor uns. Die Mittagsrast verbrachten wir nach ein paar Telefonaten mit dem Landdienst und einigen Irrfahrten mit den Booten auf dem Campingplatz Havelperle. Nachmittags wurden dann noch der Große Priepertsee und der Wangnitzsee rudermäßig erkundet. Im Hotel wurde dann wieder ein “Schmutziges Bier” getrunken und zu Abend gegessen. Hierbei sind die Wildgerichte besonders empfehlenswert. Der abendliche Absacker musste mangels lauschigem Plätzchen ausfallen.

Doppelzweier

Am sechsten und letzten Rudertag wählten wir eine Ruderstrecke gen Osten über den Ellenbogensee und den Ziernsee bis zum Biwakplatz Steinförde. Hier wurde der Doppelzweier verladen und während der Mittagspause die aufgedeckten Köstlichkeiten genossen. Während der Landdienst dann den Zweier zurück nach Mirow transportierte wurde die Barke zurück zum Yachthafen Priepert gerudert. Hier war zwar das geplante Ausheben mit einem Kran wegen eines Defekts nicht möglich aber Dank der äußerst freundlichen Unterstützung durch den Hafenmeister konnte die Barke an einer Badestelle geslippt werden. Das Schöpfen des Leckwassers konnte an diesem Tag weitestgehend entfallen, da durch die vorhandenen Leckstellen das Wasser von alleine wieder aus der Barke heraus lief. Den Abend verbrachten wir wieder im Hotel wie am Vortag.

Der Rückreisetag verlief in umgekehrter Reihenfolge wie der Anreisetag. Bemerkenswert ist die etwas komplizierte Bahnfahrt: mit dem Bus von Strasen nach Fürstenberg und dann, jeweils mit Umsteigen, über Oranienburg, Berlin-Gesundbrunnen, Berlin Hbf, Hamburg Hbf nach Elmshorn. Wir haben wieder einmal eine schöne Barkentour bei bestem Wetter in einer herrlichen Landschaft mit den vielen kleinen und mittleren Seen und einigen Kanälen erlebt.

Unser Dank gilt allen Helfern und wir freuen uns auf die Barkenwanderfahrt 2017, die im Gebiet um Erkner herum stattfinden soll.

Helga u. Hinerk, Christa u. Dieter, Renate u. Uwe, Hanna u. Joachim, Almut, Helga u. Michel, Karin u. Peter, Wiebke sowie Ellen u. Jürgen

Uwe Janzen

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